Mittwoch, 26. Juli 2017

Ani Menua. Ewig ist die Kunst.

Ewige Kunst oder künstliche Ewigkeit, zweifellos ist es nicht einfach eine genaue Unterscheidung hier zu treffen und zielgerichtet zu bestimmen, an welcher Stelle und wodurch sie sich voneinander abgrenzen. Ein leichtes Spiel ist es aber, mit Sicherheit, die Kunst für endlich und damit für fassbar, sterbend oder tot zu erklären. Doch ist sie niemals sterbend, immer lebend und für ewig. Die Kunst ist der zerbrechliche Spiegel der menschlichen Seele, sie ist Himmel und Hölle, Mittel und Zweck zugleich, sie ist Sein und Zeit. Sie für sterblich zu erklären gleicht dem, den Menschen zum Tode zu verurteilen. Das Todesurteil ist ein für den Menschen unwürdiger Tod so, wie ein kunstfreies Leben ein für den Menschen unwürdiges Leben ist. 
Über die Kunst erfährt der Mensch Ewigkeit, denn selbst dann, wenn er stirbt, stirbt er, ohne zu sterben.